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Wie sind Waldkindergärten aus medizinischer Sicht zu beurteilen?
 

*   Aus medizinischer Sicht ist der regelmässige Aufenthalt in der Natur eine Notwendigkeit. Dadurch wird das körpereigene Immunsystem gestärkt und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten verringert. Die überheizten Räume, in denen wir leben, spielen und arbeiten, behindern diesen Effekt.
*   Die Ansteckungsgefahr der Kinder untereinander ist an der frischen Luft geringer.
*   Die Bewegung auf unebenem und ständig wechselndem Grund kräftigt die Muskulatur und fördert die Körperbeherrschung.
*   Die Kinder können ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben. Dadurch wird die körperliche Fitness gefördert und Aggressionen abgebaut.
*   Eine 1994 erstellte Gesundheitsbilanz von Kindern in deutschen Kindergärten ergab:
60% der Kinder haben Haltungsschwierigkeiten
40% haben ein schwaches Herz-Kreislauf-System
30-40% haben muskuläre Schwächen und Koordinationsprobleme
30% sind übergewichtig

Der regelmässige Aufenthalt in der freien Natur lässt diese Probleme erst gar nicht entstehen.



Zecken

Zecken sind ungefähr stecknadelkopfgroße, schwarze Spinnentiere, das heißt, sie besitzen 8 Beine, abgesehen von Zecken-Larven, die nur 6 besitzen. Sie halten sich meist in Bodennähe, bis maximal 80 cm über dem Boden im Gras und niedrigen Büschen auf. Das Fallenlassen von Bäumen ist ein Ammenmärchen. Zecken lassen sich am liebsten von vorbeiwandernden Tieren, aber leider auch Menschen, abstreifen, dann krabbeln sie solange herum, bis sie Hautkontakt haben und mit dem Blutsaugen beginnen können.
Das Problem bei Zeckenstichen ist, dass durch sie Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose übertragen werden können.


Vorsichtsmaßnahmen:

*   Möglichst langärmelige Hosen und Pullis tragen, Strümpfe über die Hosenbeine ziehen und geschlossenes Schuhwerk tragen.
*   Auf heller Kleidung sieht man Zecken besser.
*   Insektenabweisende Mittel bieten einen gewissen Schutz, ruhig auch auf die Hosen auftragen.
*   Nach dem Abenteuer Wald die Haut nach Zecken absuchen (Kopf und Hautfalten nicht vergessen), Kleidung gut ausschütteln.


Die Eltern sollten sich über die Möglichkeit einer FSME-Impfung informieren. Gegen die Lyme-Borreliose ist noch keine Impfung möglich. Der Erreger (das Bakterium borellia burgdorferi) wird jedoch erst ca. 24 Stunden nach Saugbeginn übertragen. Durch regelmäßige Körperkontrolle und sachgerechte Entfernung möglicher Zecken kann eine Infektion also vermieden werden.

Richtige Behandlung von Zeckenstichen:
Es gibt viele "Geheimtipps" zur Entfernung von Zecken. Die meisten schaden jedoch mehr als sie nutzen. Keinesfalls sollte die Zecke mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden, denn so können durch die Stressreaktion des Tieres erst recht Krankheitserreger in den Blutkreislauf des Menschen gelangen. Die Zecke sollte mit einer speziellen Zange oder einer Pinzette nahe an der Stichstelle am Kopf gefasst und langsam gerade nach hinten herausgezogen werden. Bei Veränderungen des Allgemeinzustandes (z.B. grippeähnliche Anzeichen) oder Auffälligkeiten an der Stichstelle (Rötung, Entzündung etc.), muss ein Arzt aufgesucht werden. Mit Blutuntersuchungen lassen sich FSME-Viren oder Borrelien nachweisen.


Kleiner Fuchsbandwurm:

Der drei bis fünf Millimeter lange Fuchsbandwurm lebt im Darm seines Endwirtes, in der Regel ein Fuchs (möglich sind aber auch Hund oder Katze). Zwischenwirte sind Nagetiere, vor allem Mäuse, die im Fuchskot enthaltende Bandwurmeier aufnehmen. Auch der Mensch (als Fehlwirt) kann befallen werden, wenn er mit Bandwurmeiern verschmutzte Nahrung aufnimmt oder in Kontakt mit kontaminierten Fellen der Endwirte kommt. In Deutschland wird der Kleine Fuchsbandwurm mit Ausnahme Sachsens in allen Bundesländern nachgewiesen, wobei die Befallrate der Füchse von Südwest nach Nordost deutlich abnimmt.

Vorsichtsmaßnahmen:

*   Beeren und Waldfrüchte nicht ungewaschen verzehren. Mit absoluter Sicherheit verhindert man eine Infektion aber nur dann, wenn die Nahrungsmittel auf 60° erhitzt worden sind, denn dann sterben die Bandwurmeier ab.
*   Kot und Überreste von Tieren, insbesondere von Füchsen nicht berühren.
*   Vor dem Essen Hände waschen. Vor allem nach den Spielen im Freiland.



Giftige Pflanzen:
Um giftige Pflanzen erkennen zu können, empfiehlt sich ein Bestimmungsbuch. Unbekannte Pflanzen und ihre Früchte sollten selbstverständlich nicht gegessen werden. Beim Blumenpflücken sollte die Kinder auf den Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude) hingewiesen werden.


Riesen-Bärenklau:

Beschreibung:
0,5 bis 1,5 m hohe Staude, an der Basis zuweilen holzig, mit verzweigten, drüsenhaarigen Stängeln. Blätter wechselständig, bis 10 cm lang, ungeteilt, lanzettlich, mit glattem Rand. Blüten an 2 cm langen Stielen, glockig, nickend, 5-zipflig, braunviolett, 4 cm lang. Frucht eine saftige, blauschwarze, glänzende Beere (kirschenähnlich), von einem 5-zipfligen Kelch umgeben. Blätezeit Juni-September; Fruchtzeit Juli-Oktober.


Symptome:
Beginnend 15-30 Minuten nach Pflanzenaufnahme mit heißer Haut, Gesichtsrötung, trockenen Schleimhäuten, Pulsbeschleunigung und Pupillenerweiterung. Es können Erregung, Halluzinationen, Tobsuchtsanfälle, Krämpfe und Atemlähmung folgen.

Natürlich gibt es noch weitere giftige Pflanzen. 

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