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Ein typischer Tag im Waldkindergarten Elmshorn e.V.

Der Tagesablauf ist stark abhängig von den Vorstellungen der Kinder und dem Wetter. Aus diesem Grunde wird kein streng organisierter Ablauf eingehalten. Es gibt nur einige wenige Eckpunkte, die eingehalten werden.

 

Der Tagesablauf im Überblick

  1. Morgenkreis 

  2. gemeinsames Frühstück

  3. Abschlußkreis

Die Entscheidung, an welchem Platz sich die Kinder aufhalten, wird von den Kindern getroffen.

Anbei finden Sie einige ausgewählte Spielplätze der Kinder und den Tagesablauf aus Sicht einer Mutter.

Einige Spielplätze der Kinder

Im Liether Wald haben wir an verschiedenen Orten "Spielplätze": den Butterberg, das Wasserwerk Kuhle, das Wasserwerk Wurzel, der Gedenkstein, das Gartenhaus, der Tannenwald, der Indianerwald, der Wasserfall, der Theaterberg, die umgefallene Tanne. An jedem dieser Orte werden von den Kindern und Erzieherinnen interessante Dinge wie Schnecken, Käfer, Pflanzen oder Pilze entdeckt.

Butterberg
Die Kinder gehen, laufen oder rollen den Berg herauf oder herunter. Auch als Rutschbahn kann er sehr gut genutzt werden. Eine umgefallene Baumwurzel wird von den Kindern als Klettergerüst, Raumschiff, Boot, Auto etc. genutzt. Kleine Erdkuhlen werden zur Höhle umgebaut oder als Haus, Ritterburg, Schloss etc. benutzt. Schön ist es, im Sand zu buddeln oder zu matschen. Auch in den Pfützen zu spielen, springen oder sich darin zu spiegeln bringt viel Spaß. Auf der Wiese wird oft eine "Suppe" gekocht. Dazu wird Gras geschnitten und kleine Stöcke oder Eicheln als Zutaten beigemischt.

Tannenwald
Im Tannenwald laden Baumstämme die Kinder zum Balancieren oder Springen ein. Verschiedene Materialien (kleine und große Stöcke, Baumstämme, Federn, Tannenzweige und -zapfen) werden von einem Ort zum anderen transportiert. Mit Stöcken legen die Kinder ein Lagerfeuer oder bauen mit größeren Stämmen ein Tippi. Kleine Erdhöhlen werden mit Tannenzweigen ausgelegt und als Bett benutzt. Oft beobachten wir im Tannenwald Eichhörnchen auf ihrer Futtersuche oder beim Verstecken ihrer Essvorräte.


Ein Tag im Wald - eine Mutter erzählt

Ein Tag im Wald kann unter anderem so aussehen, wie eine Mutter es erlebt hat:

"Dick eingepackt stand ich nun am Spielplatz. Pullover, Thermohemd, Fleecejacke, drei Paar Strümpfe und eine große Thermoskanne heißer Tee sollten mich nun an diesem Vormittag warm halten. Wir starteten vom Spielplatz in Richtung Gedenkstein. Die Gruppe hat im Wald viele Wartepunkte. Hier mussten die Kinder sich immer wieder sammeln. Ich, als unwissende Mutter, mußte öfter mal von den Kindern darauf hingewiesen werden, dass ich gerade wieder einen Wartepunkt überschritten hatte.

Beim Gedenkstein hielten Kinder und Erzieherinnen einen Morgenkreis ab. Sie sangen ein Hampelmann-Lied mit unendlich vielen Strophen. Einige größere Jungs mochten nicht mitmachen. Sie saßen lieber auf einer Bank und erzählten sich wohl Geheimnisse. Dann machten einige Kinder Vorschläge, wo sie den Vormittag verbringen wollten. Jeder "Vorschlag" nahm auf einer Bank Platz und die restlichen Kinder setzten sich zu dem ihnen entsprechenden "Vorschlag" dazu. An diesem Morgen gewann der Butterberg. Also machten wir uns auf den Weg. Wieder wurden zahllose Wartepunkte beachtet. Beim Butterberg angekommen, sammelten sich die Kinder vor einer Bank und packten routiniert ihre Isomatte und ihr Frühstück aus. In aller Ruhe wurde nun gefrühstückt. Dabei tauschten die Kinder ihr Essen und erzählten sich, was sie so alles mit hatten. Drei der ältere Jungs hatten sich ein wenig abseits hingesetzt und führten ihre eigenen "großen" Gespräche.

Nach dem Frühstück packten alle mehr oder weniger allein ihre Sachen in die Rucksäcke und begannen zu spielen. Alle hatten Wünsche und Vorstellungen, was sie machen wollten. Ein größerer Junge wollte gern mit dem Messer schnitzen. Er setzte sich etwas abseits und schnitzte die Rinde von einem umgefallenen Baum. Nach einiger Zeit packte er das Messer wieder in den "Hackenporsche" und machte Wettläufe mit mir und anderen Kindern. Einige Kinder erklommen den Butterberg und spielten oben. Andere gingen an die Seite vor dem Berg, wo etwas erhöht wunderbare Kuhlen mit abgestorbenen Bäumen zum Spielen einluden. In diesen Kuhlen wurde mit Sand gespielt und herumliegende Zweige wurden gesammelt. Zwischendurch wollten einige Kinder ein Buch angucken. Als ich sah, wie einige Kinder vom Butterberg herunter kullerten, wußte ich, warum mein Sohn manchmal mittags so entsetzlich schmutzig war! Ein kleiner Junge und ein Mädchen bekamen Streit miteinander, weil sie nicht so wollte wie er. Da musste geschlichtet werden.

Als der Ruf "Eins zwei drei, Eichhörnchen kommt herbei!" zu hören war, sammelten sich die Kinder langsam wieder auf dem Rasen vor dem Butterberg. Es wurden noch Lieder gesungen und dann marschierten wir wieder zum Spielplatz zurück. Natürlich nicht ohne durch eine riesige, matschige und tiefe Pfütze zu patschen! Man merkte auf dem Rückweg deutlich, dass einige Kinder nun schon ermüdet waren. Etwas langsamer als auf dem Hinweg -mit ein paar Pausen und Quengeleien- kamen wir endlich am See an. Von da an stieg die Motivation wieder etwas und die meisten Kinder sammelten ihre Energiereserven und liefen auf den Spielplatz, wo schon einige Mütter warteten. Hier spielten die Kinder wieder, als ob sie gerade erst im Wald angekommen wären und nicht, als ob sie bereits vier Stunden in der Kälte gespielt hätten!

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